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Ich habe mich entschlossen,
für einen kleinen Kreis von Interessenten einige Grundgedanken, die zur Entwicklung des o. g. Gewehres geführt haben,
niederzuschreiben. Sie sollen das Verständnis für bestimmte Grundprinzipien bei der Entwicklung von Handfeuerwaffen
untermauern.
Weiterhin ist der Artikel unter dem Eindruck so genannter "Sachverständiger" entstanden, die
ihre geistigen Ergüsse in einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlichten. Die Schreiber der bisher erschienenen
Artikel über das Scharfschützengewehr SSG 82 lassen erkennen, dass es ihnen am nötigen Fach- und/oder Hintergrundwissen
fehlt - oder was noch schlimmer wäre, sie sind beauftragte Kritiker. Ihnen geht es nur darum - wie sollte es auch
anders sein - diese Waffe schlechter zu machen als sie in Wirklichkeit ist.
Aber auch hier gilt: Rufmord gehört
als Mehrzweckwaffe zum politischen Geschäft.
Im Jahr 1981 wurden die auf dem
Gebiet der DDR stationierten sowjetischen Truppen mit dem Waffensystem im Kaliber 5,45 x 39mm ausgerüstet. Im
folgendem Jahr begann in der DDR, im VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk "Ernst Thälmann" in Suhl und im Geräte- und
Werkzeugbau Wiesa, die Lizenzproduktion der sowjetischen Maschinenpistole bzw. des LMG-Systems Kalaschnikow "AK-74"
im Munitionskaliber 5,45 x 39mm. Diese neue Generation von Schützenwaffen - auch bekannt als Erzeugnis 920 - wurde mit
Abschluss des Lizenzvertrages (18. 08. 1981) zur Produktion freigegeben und damit auch die Herstellung der Patrone M 74
erlaubt.
Fast zeitgleich wurde im Bereich der Hauptabteilung XXII des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)
der Einsatz eines Spezialgewehres für die taktischen Formationen und die Antiterror-Diensteinheit vorgesehen. Diese
Diensteinheiten des MfS verfügten über einen hohen operativ-taktischen Ausbildungsstand und waren für die Unterbindung
bzw. Bekämpfung von Attentaten, Geiselnahmen und terroristischen Anschlägen auf dem Staatsgebiet der DDR vorgesehen.
Die Abt. Bewaffnung/BCD des MfS unternahm ebenfalls Bestrebungen zur Konstruktion eines geeigneten Gewehres im
Kaliber 5,45 x 39mm. An die Konstruktion dieser Spezialwaffe wurden bestimmte Maßstäbe im Rahmen der taktischen
Verwendung sowie zwingender ökonomischer Erfordernisse gesetzt:
- Konstruktion einer Spezialwaffe, die für die Verwendung als Scharfschützengewehr über ausreichende taktische Zweckbestimmung und hohe Schusspräzision verfügen soll.
- Die erforderlichen Entwicklungskosten sollten weitgehend der optimalen Schusspräzision gewidmet werden.
- Bereits vorhandene technische Materialien, Zubehör und Konstruktionselemente sollten aus Kostengründen für diese Spezialwaffe Verwendung finden.

Im Zusammenhang damit sollten neu gewonnene Fertigungsmethoden bzw. -techniken, gleichermaßen für den zivilen
Fertigungsbereich der Jagd- und Sportwaffen nutzbar gemacht werden. Auch das MfS musste sprichwörtlich mit jeder Mark
der DDR rechnen - sofern diese aus dem Staatshaushalt der DDR kam. Die Entwicklungskosten dieses Spezialgewehres
kamen aus dem Staatshaushalt und stellten somit einen großen ökonomischen Zwang dar. Nach einer relativ kurzen
Entwicklungszeit wurde die Spezialwaffe unter dem Namen "SSG 82" in den oben genannten Bereichen eingeführt.
An dieser Stelle sei noch einmal betont, dass es sich um eine Waffe für spezielle Einsätze handelt. Eine Nutzung als
Scharfschützenwaffe für die Nationale Volksarmee schied wegen Nichteignung aus. Ein bestimmter Bestand war für das
Ministerium des Innern (MdI) sowie Spezialkräften der Bereitschaftspolizei vorgesehen.
Zu den Berichten der
so genannten Waffensachverständigen, die ihre Ergüsse über diese Waffe ausschütteten, sei nur eines bemerkt:
Geistiger Dünnschiss
Hinweise zu technischen Daten, zur aktuell verwendeten Munition und zum optischen System des SSG 82
können unter gh[at]ssg-82.de angefordert werden.
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Die ach so unteutsche Waffentechnik der ex DDR
Verschollene DDR-Waffe: BND ließ Akten aus Sachsen abholen
Die Konstruktionsunterlagen des Sturmgewehrs Wieger wurden 1993 offiziell vom Nachrichtendienst
sichergestellt.
Wiesa/Berlin. Im Fall der verschollenen Konstruktionsunterlagen des DDR-Sturmgewehrs Wieger hat das
Bundeskanzleramt gestern erstmals die Beteiligung des Bundesnachrichtendienstes (BND) bestätigt. Die etwa 50
Kisten seien 1993 tatsächlich von BND-Leuten im damaligen Geräte-und Werkzeugbau Wiesa bei Annaberg-Buchholz
abgeholt worden, informierte ein für Nachrichtendienste zuständiger Mitarbeiter des Kanzleramtes.
Die Wieger sollte die Geheimwaffe der DDR bei der Devisenbeschaffung werden. Um weltmarktfähig zu sein, war das
Sturmgewehr für Nato-Patronen entwickelt worden. 1989 hatte es alle Härtetests bestanden. "Die Wieger schoss
bei minus 60 Grad Celsius ebenso zuverlässig wie bei plus 50 Grad", berichtete ein ehemals leitender Mitarbeiter
des Wiesaer Rüstungsbetriebs der "Freien Presse". "Wir haben sie mit Sand berieselt, ohne dass sie verklemmte.
Bei der Truppenerprobung in Peru und Indien ließ die Wieger auch in Sachen Präzision Sturmgewehre aus den USA
und Westdeutschland weit hinter sich."
Doch ehe die Serienfertigung begann, kam die Wende, und das Werk in Wiesa wurde auf zivile Produktion
umgestellt. Unter Treuhandverwaltung musste der Betrieb die Pläne, Lehren und Werkzeuge für die Wieger
herausgeben. Laut Übergabeprotokoll gingen diese an ein Militärarchiv in München.
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